CeBit 2008 @ Hannover – Ein Reisebericht

 Freitag, 4:45 Uhr

Mein Wecker fängt an zu klingeln. Ich fange jetzt schon an an den Sinn dieser Unternehmung zu zweifeln und frage mich wie ich ohne aufzuwachen nach Halle zu kommen. Nach 45 Minuten überlegen stand ich auf und verwarf den Gedanken Amok zu laufen … viel zu müde für. 

6:56 Uhr

Auf Arbeit angekommen bin ich voller Tatendrang und will am liebsten sofort los fahren. Meine bereits vor Ort seienden Kollegen sehen das irgendwie anders und als der CeBit Truppenführer ankam war keiner so wirklich motiviert los zu fahren. Aber in meiner überschäumenden guten Laune und meinem stets positiven Denken motivierte ich alle direkt los zu fahren.  

7:30 Uhr

Noch in Halle rumgurkend sagte ich zum Fahrer das ich jetzt schon keine Lust mehr hätte und fragte ob wir nicht umdrehen sollten. 

7:31 Uhr

Er verneinte.

7:30 Uhr – 9:00 Uhr

Wir wunderten uns warum unser Mietwagen bei 140 km/h schon im roten Bereich fährt und beinahe explodiert… mit großen Problem versuchten wir dem Kollegen der den Weg wusste zu folgen, oft sahen wir ihn nur noch am Horizont als schwarzen Punkt… bergab schafften wir es ihn einmal zu überholen, doch die Freude wehrte nicht lange. Mein Kollege, der beim Fahren umbedingt noch die Papier für das Auto suchte im Falle das wir angehalten werden, fand das Fach im Amaturenbrett auch sehr interessant, öffnete die Klappe und versuchte hineinzuschauen als er mich bat auch mal reinzuschauen. Zu zweit guckten wir nun hinein, mit einmal bremst er ziemlich scharf ich schaue auf und höre nur seinen Kommentar:Er: „Oh da ist ja ein LKW…“Ich: „Oh da ist ja ein LKW?!?! Samma gehts noch?“Aus den Lachen sind wir ein paar Minuten nicht rausgekommen, seit diesem Vorfall hab ich ihn öfters darauf hingewiesen das vor ihm ein Auto fährt… nur zur Sicherheit.Nach mehr als der Hälfte der Strecke schrie er plötzlich auf „Oh man wir sind so doof! Es gibt einen sechsten Gang! Wieso hast du nichts gesagt?!“. Ich nur sehr schockiert: „Wieso ich!? Du bist doch der Fahrer, du musst dich doch mit deinem Arbeitsmatieral vertraut machen!“.Wieder vergingen einige Minuten des Lachens. 

9:00 Uhr

Wir aßen gemütlich Frühstück (2 Baguette, 1 Kaffee = 10€) und fuhren dann in Richtung Messegelände.

9:30 Uhr – 13.30 Uhr

Ich als Neuling auf so einer Messe war erstmal erstaunt über die Größe des Geländes und fing an wie ein japanischer Tourist Fotos zu machen. Der wilde Westen! Nach 2,5 Jahren hab ich wieder den Boden des Klassenfeindes betreten und musste wieder einmal feststellen dass es genau so ist wie immer…es riecht nichtmal viel anders!Nachdem wir ca. 2 Stunden uns mit Kabeln und Wirelesszeug rumgeschlagen haben, welches hauptsächlich von Chinesischen Firmen präsentiert wurde wo die Produkte alle gleich aussahen, entschieden wir uns doch einmal ein Lageplan zu holen um ein wenig Orientierung in die Sache zu bringen. Wir erkannten des noch eine Menge Hallen gibt und die Themen dort verhießen etwas mehr Interesse als Kabel. Als wir beim Telekomstand ankamen wusste ich endlich wo meine Flatrate und meine Handyrechnung immer landet. Protziger gings echt nicht mehr! Tkom zeigte irgendeinen Propagandafilm über mobile Telekommunikationsempfangsheiten (Handys).Interessant wurde es als wir bei den großen Firmen die Rechner gesehen haben, die Grafikkarten, Mainboards, Lüfter, etc. 

14:30 Uhr

Gesammelt gingen wir zurück zum Auto. Ich persönlich war bedient und froh weg zu dürfen. Wir entschieden uns noch irgendwo einzukehren um Mittag zu essen. Beim durchqueren eines Vorortes von Hannover fand der Kollege vor uns im Auto einen Griechen an der Ecke. Wir kehrte einen und eine kleine rundliche Frau fragte, mit überschäumender Freude kurz vor Feierabend noch Kunden zu bekommen, „Wieviel seid ihr?!“, Kollege zuckersüß „6!“ worauf hin sie mit dem Daumen hinter sich in den nächsten Raum zeigte und sagte „Da hinten!“.Wir haben uns also an einem Tisch niedergelassen, wo kurz vorher anscheinend noch gegessen wurde. Es standen 3 benutze Gläser da und Besteck fehlte. Auf die Frage hin ob wir noch Besteck bekommen könnten wurde einfach auf den Tisch daneben gezeigt und gesagt „Könnt euch von da nehmen.“. Gut das Besteck am Nachbartisch war genau so dreckig… Jedenfalls war das Essen nicht schlecht und es hat auch satt gemacht.  

15:30 Uhr

Wir machten uns auf den Rückweg. Unspektakulär. Haufen Idioten auf der Straße, die alle ihren Führerschein aus der Bild Zeitung ausgeschnitten haben.  

17:50 Uhr

Endlich in Halle angekommen! Direkt mein Zeug geschnappt und zum Bahnhof damit ich noch den Zug bekomm. 

19:15 Uhr

ZU HAUSE!!! YIPPIE!